Archiv für die Kategorie „Medien“
Medienkompetenz den Kindern vermitteln
Kindern wird heutzutage eine Vielzahl von Möglichkeiten im Medienbereich angeboten, die sie sinnvoll nutzen können. Es wird geklickt, gesimst, gechattet und sogar getwittert. Aber auch die negativen Seiten treten in Erscheinung wie Mobbing, Drohung, Nötigung und viel versprechende Lockangebote. Viele Kinder entfliehen dem Alltag bereits in eine virtuelle Welt und verlieren so den Bezug zum realen Leben. Sie verbringen definitiv zu viel Zeit mit Computerspielen mit zum Teil erheblichem Gewaltpotenzial.

Wie man als Eltern die Richtung vernünftig vorgeben kann, wird in vielen Ratgebern und Erziehungsbüchern beschrieben.
Wer die Kinder in ihrem Medienkonsum verstehen will, muss sich sein eigenes Medienverhalten vor Augen führen. Den meisten Eltern wird bewusst, dass sie zu wenig Zeit für die Kinder haben. Aber was tun? Das Rad wieder zurückdrehen, was gar nicht mehr möglich ist? Sollte man Fernsehen, Computer und Internet verbieten?
Medienkompetenz ist mehr denn je gefragt um hier die Lösung zu finden. Ein medienkompetentes Kind ist ein Kind, das angstfrei mit seiner medialen Umwelt umgeht und neugierig sich mit dieser Kommunikation beschäftigt.
Die Bedeutung der Bereitschaft des Kindes, Medien zu nutzen und gleichzeitig kritisch auf belastende Situationen so zu reagieren, dass das individuelle Risiko minimiert wird, bezeichnet man „Resilienz“.
Schon Vorschulkinder führt das Fernsehen an die Welt der Zahlen, Buchstaben, Formen und Farben heran. Experimente, Bastelanleitungen und kindgerechte Sendungen wie z.B. „Die Sendung mit der Maus“, um nur eine anzugeben, können genutzt werden, um sich weiterzubilden für Schule und spätere berufliche Interessen. So besitzt der Fernseher als Informationsvermittler eine hohe Attraktivität, da er keinen Anspruch an den Zuschauer stellt.
Kindernachrichten wie z.B. „Logo“ sind eine wertvolle Information für bestimmte Altersgruppen, denn so nehmen sie die News auf, die der Realität entsprechen, aber an das Alter angepasst sind.
Castingshows sind die begehrten Fernsehsendungen besonders bei jungen Mädchen und Teenager. Wer träumte nicht selbst als junger Mensch über Nacht berühmt zu werden oder Erfolg zu haben?
Wer als Elternteil Kinder unter drei Jahren überhaupt nicht fernsehen lässt und Vorschulkinder zwischen drei und fünf Jahren nicht länger als eine halbe Stunde täglich fernsehen erlaubt, macht es wohl richtig – wie viele Studien es ebenfalls empfehlen. Morgens vor dem Kindergarten oder vor der Schule die Fernseherlaubnis zu erteilen, würde wohl an Unvernunft grenzen. Weiterhin hat die Erfahrung gezeigt, dass Fernsehgeräte nicht ins Kinderzimmer gehören.
Handynutzung bereits im Kindesalter? Für Kinder und Jugendliche ist das Telefonieren die wichtigste Funktion des Mobilfunkgerätes. Es soll aber hauptsächlich dazu dienen, den Eltern Bescheid zu geben, wenn der Bus zu spät kommt, die S-Bahn verpasst wurde oder irgendein Notfall eingetreten ist.